DIE GESCHICHTEN DES HERBST

Von Äpfeln auf der Fensterbank

Die Kraft des Sommers lässt langsam nach. Die Tage werden kürzer und Reif bedeckt morgens die Wiesen. Die Bäume tauchen Stück für Stück in ihr Herbstgewand und das Laub raschelt unter unseren Füßen.

Überall duftet es nach Herbst. Doch der Frost hat tagsüber noch keine  Macht über die Natur. Die Sonnenstrahlen besitzen noch genügend Kraft und bringen die farbenfrohen Bäume und Büsche zum Leuchten.

Wie gern sitzt man jetzt auf der kleinen hölzernen Bank im Garten, verkriecht sich tief in seinen Schal, genießt einen dampfenden Tee und sieht dem Herbst zu.

Wie der Wind die Blätter zum Tanzen bringt und die Astern hin und her wiegt. Wolken ziehen am Himmel vorbei und zwei Amseln zanken sich um einen auf dem Boden liegenden Apfel. Hier und da wagt eine Biene einen letzten Ausflug auf der Suche nach Blüten.
In einer Ecke des Gartens verrät das Rascheln einen Igel, der sein Winterquartier bezieht.
Es ist ruhiger geworden. Die Welt scheint ihre Geschwindigkeit gedrosselt zu haben. Im Nachbarfenster kann man eine ältere Frau erkennen, ihre Haare zu einem Dutt gesteckt. Sie sitzt am Fenster und schneidet lächelnd Äpfel in kleine Scheiben. Wenig später steht ein dampfender und duftender Apfelkuchen zum Auskühlen auf der Fensterbank. Wie wunderbar wäre es jetzt wohl, ein Stück davon zu probieren.

Mit dem Herbst beginnt die gemütliche Zeit des Jahres. Wir ziehen uns zurück, verbringen mehr Zeit drinnen im Warmen, ohne Angst haben zu müssen, den lang ersehnten Sommer zu verpassen.
Der Wind frischt auf und Blätter fliegen durch die Luft.
Doch wir bleiben noch ein wenig auf unserer Holzbank sitzen, kriechen noch tiefer in den Schal und beobachten den Herbst. Denn bald wird auch er den Platz frei machen müssen, für die nächste wunderbare Jahreszeit.

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